Werkzeugmechanikerin

Messer, Gabel, Schere, (Licht) … gäbe es ohne die Werkzeugmechanikerin nicht!

Werkzeugmechanikerin

In der Chirugie werden Skalpelle für die Arbeit benötigt, Zimmerer und Zimmererinnen brauchen einen Hammer, Tischler und Tischlerinnen eine Säge. Auch in jedem Haushalt dürfen Werkzeuge nicht fehlen: wie kommt sonst ein Bild an die Wand, womit baut man einen Schrank zusammen oder wie feilt man sich die Fingernägel?
Schon sehr lange gibt es den Beruf Werkzeugmechaniker/in. Dieser hat sich im Laufe der Zeit aber sehr verändert. Während man früher einfachste Werkzeuge wie Hammer und Feile in Handarbeit hergestellt hat, geht es bei Werkzeugmechaniker/innen heute darum, Metalle und andere Werkstoffe zu bearbeiten und daraus Vorrichtungen, Formen und Werkzeuge aller Art herzustellen. Beim Einsatz von Werkzeugen ist oft höchste Präzision gefragt – und deswegen kommt es auch in der Werkzeug-Produktion auf äußerste Genauigkeit an. Ein schlecht geschliffenes Skalpell zum Beispiel macht im Einsatz ebenso Probleme wie eine mangelhafte Stanzmaschine, die massenweise fehlerhafte Bleche ausspuckt. Um Instrumente und Maschinenteile exakt zu fertigen, braucht man die Werkzeugmechanikerin.

Das machst Du

Stanzen, Biegen oder Gießen, Metalle oder Kunststoffe bearbeiten durch Bohren, Fräsen und Drehen, das gehört zu Deinem Berufsalltag. Natürlich bekommst Du dabei auch Hilfe von Computern, den sogenannten CNC-Maschinen, die Du programmieren können musst. So setzt Du neben traditionellen Bearbeitungsmethoden auch sogenannte CNC-gesteuerte Werkzeugmaschinen ein, die Du sogar selbst programmierst. Auch  wirst Du Kontakt mit Kundinnen und Kunden haben, etwa wenn Du sie in die Bedienungen von Geräten oder Werkzeugen einweisen musst.
Die durch technische Zeichnungen vorgegebenen Maße hältst Du exakt ein. Mit Mess- und Prüfgeräten kontrollierst Du sie. Einzelteile montierst Du zu fertigen Werkzeugen und prüfst diese auf ihre korrekte Funktion. Wenn ein Werkzeug beschädigt ist, reparierst Du es.

Das brauchst Du

Du hast die Schule abgeschlossen mit Hauptschulabschluss, Mittlerer Reife oder Abitur.
Du musst vor allem Interesse an Technik mitbringen.
Selbstverständlich ist auch Sorgfalt gefragt, denn Werkzeuge und Formen werden mit hohen Präzisionsanforderungen hergestellt.
Außerdem solltest Du handwerklich nicht ungeschickt sein, denn Du stellst Teile her und montierst diese an Maschinen.
Darüber hinaus sollte Mathematik für Dich kein Problem sein. Es ist wichtig, dass Du Messungen oder Berechnungen von Maschineneinstellwerten korrekt durchführen kannst.
Um mit Werkstoffen, deren Eigenschaften und Möglichkeiten gut klarzukommen, ist es von Vorteil, wenn Du zudem auch Kenntnisse in Physik mitbringst.

Das bringt es Dir

Werkzeugmechanikerinnen sind sehr gefragt und werden gut bezahlt. Wenn Du Dich während der Ausbildung bewährt hast, ist Dir ein attraktiver Job nach Deiner Abschlussprüfung so gut wie sicher. Dein Arbeitsplatz kann zum Beispiel im medizintechnischen Gerätebau oder im Werkzeugmaschinenbau sein.
Und wenn Du mehr erreichen willst, stehen Dir viele Türen offen. Du kannst Dich weiterbilden zur Technikerin oder zur Technischen Fachwirtin, zur Meisterin oder Ingenieurin. Als Ausbilderin kannst Du Dein Wissen und Können weitergeben.

Das verdienst Du in und nach der Ausbildung

Wenn Dein ausbildendes Unternehmen seine Mitarbeitenden nach einem Tarifvertrag, zum Beispiel dem der Metall- und Elektroindustrie, bezahlt, dann verdienst Du im
1. Ausbildungsjahr: ca. 900 €
2. Ausbildungsjahr: ca. 950 €
3. Ausbildungsjahr: ca. 1.000 €
4. Ausbildungsjahr: ca. 1.050 €
Nach der Ausbildung kann Dein Einstiegsgehalt zwischen 1.800 € und 2.800 € liegen. Das ist abhängig vom Unternehmen, von der Art der Tätigkeit, vom geltenden Tarifvertrag oder von Schichtzulagen.

So läuft die Ausbildung ab

Normalerweise dauert die Ausbildung 3,5 Jahre:
• bis zu 1,5 Jahre Grundausbildung in Deinem Ausbildungsbetrieb oder einem Verbundrunternehmen,
• erster Teil der Abschlussprüfung,
• bis zu 2 Jahre Fachausbildung, in der Du bereits in der Praxis Dein Wissen und Können anwenden musst,
• zweiter Teil der Abschlussprüfung,
• Ausbildung erfolgreich beendet!
Du kannst die Ausbildung auch früher beenden,
• wenn Du Abitur oder einen Mittleren Schulabschluss hast,
• wenn Du gute bis sehr gute Leistungen während der Ausbildung zeigst.
Bei Deiner Ausbildung handelt es sich um eine duale Berufsausbildung, das heißt: Du lernst abwechselnd im Unternehmen und in der Berufsschule. Der Vorteil davon ist, dass Du neu Gelerntes sofort anwenden und dadurch besser verstehen kannst.
Während Deiner Ausbildung wirst Du von erfahrenen Ausbilderinnen und Ausbildern begleitet. Du tauschst Dich mit anderen Auszubildenden aus und profitierst von den Erfahrungen der girlsatec-Botschafterinnen.

Hier kannst Du Dich ausprobieren

Deine Ansprechpartnerin: Anne Hildebrandt
ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH
Lessingstr. 89, 13158 Berlin
Tel.: 030 9177-34514
info@girlsatec.de