Technische Produktdesignerin / Technische Systemplanerin

Attraktivität und Funktionalität dürfen sich nicht ausschließen! Dafür sorgst du!

Technische Systemplanerin

Du bist kreativ und hast Freude an Formen und Farben. Nicht nur in der Mode ist das wichtig! Auch technische Produkte müssen in eine attraktive Form gebracht werden. Wer gestaltet eigentlich Rasenmäher? Wer entwirft Fahrzeuge wie zum Beispiel Gabelstapler? Wie erhalten Kaffeemaschinen, Möbel, Uhren oder Taschen ihre Form?
Dafür ist die Technische Produktdesignerin zuständig. Sie sorgt dafür, dass auch große Geräte ein schönes Design haben und dabei auch noch richtig funktionieren. Der Kaffee schmeckt doch gleich viel besser, wenn er aus einer stylischen Maschine kommt.
Wer bestimmt eigentlich wie elektrische Leitungen verlegt werden und rückt so alles ins rechte Licht? Das erledigt die Technische Systemplanerin.

Das machst du

Überall, wo etwas entworfen, konstruiert und gestaltet werden muss, unterstützt du Ingenieurinnen und Ingenieure bei der Arbeit. Als Technische Systemplanerin zauberst du aus Ideen konkrete Entwürfe. Mit Hilfe von Computerprogrammen bereitest du die Verwirklichung und Umsetzung der Ideen vor. Im Mittelpunkt steht dabei der Umgang mit dem CAD-Programm, das dreidimensionale Zeichnungen per Mausklick ermöglicht.
Die meisten neuen Produkte werden direkt am Computer entwickelt. Technische Geräte und Gebrauchsgegenstände müssen so entworfen werden, dass sie später vielfältigen Belastungen standhalten, ihre Konstruktion ist aufwendig und komplex. Als Technische Produktdesignerin hast du die Chance, deine eigenen Ideen grafisch umzusetzen. Du zeichnest und konstruierst dreidimensional, berechnest alle technischen Daten der geplanten Werkstücke – von Volumen über Masse bis hin zum Schwerpunkt, du beachtest dabei Material und Fertigungsmethoden und dokumentierst und präsentierst deine Ergebnisse.

Das brauchst du

  • Du hast die Schule mit Berufsbildungsreife, Mittlerer Reife oder Abitur abgeschlossen.
  • Deine Lieblingsfächer sind Mathematik und Physik und der Umgang mit Zahlen bereitet dir Freude.
  • Du bist kreativ, hast häufig neue Ideen und  skizzierst gern frei Hand
  • Dein Gefühl für räumliche Darstellungen ist gut ausgebaut und 3D ist kein Fremdwort für dich.
  • Du hast Freude an der Arbeit am Computer und kannst dir gut vorstellen, deinen Arbeitstag vor dem PC-Bildschirm zu verbringen.

Das bringt es dir

Technische Produktdesignerinnen / Systemplanerinnen sind sehr gefragt und werden gut bezahlt. Wenn du dich während der Ausbildung bewährt hast, ist dir ein attraktiver Job nach deiner Abschlussprüfung so gut wie sicher.
Du kannst in Entwicklungs- und Konstruktionsabteilungen von Industrieunternehmen aller Art einen Job finden, zum Beispiel in der Medizintechnik, im Maschinen- und Anlagenbau, im Fahrzeugbau, bei Herstellern von feinmechanischen und optischen Erzeugnissen, Möbeln, Elektromaschinen oder Computer-Hardware. Auch in Ateliers für Produkt- und Industriedesign kannst du tätig sein.
Und wenn du mehr erreichen willst, stehen dir viele Türen offen. Du kannst dich weiterbilden zur Gestalterin für Produktdesign, zur Technikerin oder zur Konstrukteurin. Als Ausbilderin kannst du dein Wissen und Können weitergeben. Mit einem Studium zur Designerin (Hochschule) für Produktdesign oder Industriedesign kannst du dich später auch mit einem Design-Büro selbständig machen.

Das verdienst du in und nach der Ausbildung

Wenn dein ausbildendes Unternehmen seine Mitarbeitenden nach einem Tarifvertrag, zum Beispiel dem der Metall- und Elektroindustrie, bezahlt, dann verdienst du im
1. Ausbildungsjahr:  ca. 900 €
2. Ausbildungsjahr:  ca. 950 €
3. Ausbildungsjahr:  ca. 1.000 €
4. Ausbildungsjahr:  ca. 1.050 €
Nach der Ausbildung kann dein Einstiegsgehalt zwischen 1.800 € und 2.800 € liegen. Das ist abhängig vom Unternehmen, von der Art der Tätigkeit oder vom geltenden Tarifvertrag.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung zur Technischen Produktdesignerin / Technischen Systemplanerin dauert normalerweise 3,5 Jahre und setzt sich aus folgenden Schritten zusammen:
• bis zu 1,5 Jahre Grundausbildung in deinem Ausbildungsbetrieb oder einem Verbundunternehmen,
• erster Teil der Abschlussprüfung,
• bis zu 2 Jahre Fachausbildung, in der du dein Wissen und Können bereits in der Praxis anwendest
• zweiter Teil der Abschlussprüfung,
• Ausbildung erfolgreich beendet!

In besonderen Fällen kannst du die Ausbildung auch früher beenden, und zwar wenn:
• du Abitur oder einen Mittleren Schulabschluss hast
• du gute bis sehr gute Leistungen während der Ausbildung zeigst.

Bei deiner Ausbildung handelt es sich um eine duale Berufsausbildung, das heißt: du lernst abwechselnd im Unternehmen und in der Berufsschule. Der Vorteil davon ist, dass du neu Gelerntes sofort anwenden und dadurch besser verstehen kannst.
Während deiner Ausbildung wirst du von erfahrenen Ausbilderinnen und Ausbildern begleitet. Du tauschst dich mit anderen Auszubildenden aus und profitierst von den Erfahrungen der girlsatec-Botschafterinnen.

Hier kannst du dich ausprobieren

Im girlsatec-Technik-Camp baust du an drei bis vier Tagen unter Anleitung von einer/m Ausbilder*in und Auszubildenden ein kleines Solarflugzeug, was du am Ende der Woche mit nach Hause nehmen darfst.

Du lernst verschiedene Maschinen der Metallverarbeitung kennen.

Du probierst Arbeitstechniken wie Biegen, Feilen und Löten aus.

Du tauschst dich mit Auszubildenden aus.

An den weiteren ein bis zwei Tagen besuchen dann alle Technik-Camperinnen und -Camper gemeinsam ein oder zwei Berliner Unternehmen und bekommen dort direkte Einblicke in die Arbeitswelt der Technik.

Hier kannst du dich informieren

Deine Ansprechpartnerin: Anne Hildebrandt
ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH
Lessingstr. 89, 13158 Berlin
Tel.: 030 9177-3514
info@girlsatec.de