Steffi

Industriemechanikerin
Steffi

Hi, meine Name ist Steffi und ich bin 19 Jahre alt.

Nach meinem Abitur habe ich vor einem halben Jahr meine Ausbildung zur Industriemechanikerin angefangen. Mir war eigentlich schon immer klar, dass ich eher nicht direkt nach dem Abitur studieren wollte, da ich lieber irgendetwas praktisch mache, als die ganze Zeit nur Theorie zu büffeln.

Inspiration Irland.

Darum habe ich mich schon früh nach Alternativen umgeschaut und bin dabei auf handwerkliche Berufe gestoßen, welche mich an mein Auslandsjahr in Irland erinnert haben. Dort hatte ich Werkunterricht und ob es nun kleine Projekte aus Holz waren oder größere Konstruktionen für den Theaterunterricht – ich war mit Begeisterung dabei!

Mit diesen tollen Erinnerungen im Hinterkopf beschloss ich mich genauer mit solchen Ausbildungsberufen auseinander zu setzten. Mein Ziel war es, einen Beruf zu finden, bei dem ich sagen konnte: „Das ist der Beruf, den ich machen möchte!“

Gesucht und… gefunden!

Nach einigen Stunden der Recherche auf verschiedenen Portalen im Internet, stand mein Entschluss fest – ich wollte Industriemechanikerin werden! Ich informierte mich dazu, dass man in der Ausbildung zur Industriemechanikerin viele verschiedene Sachen, auch aus anderen Berufen, lernt und sich nicht nur auf ein Themengebiet spezialisiert.

So habe ich mich bei Bosch beworben, denn der gute Ruf bezüglich Ihrer Ausbildungsabteilung überzeugte mich sehr. Als dann die Ausbildung anfing war ich anfangs etwas nervös. Weil der/die Industriemechaniker*in ja eher als ein „Männerberuf“ bekannt ist war ich zu Beginn etwas eingeschüchtert. Ich habe aber schnell gemerkt, dass ich total nette Kolleginnen und Kollegen habe und fühlte mich von Beginn an wohl und definitiv im richtigen Beruf!

Angekommen.

Was mir beim Ankommen in meinem Beruf geholfen hat? Das Wichtigste war, dass ich versucht habe offen auf die anderen zuzugehen, anstatt zu warten bis mich jemand anspricht. Klar muss ich mich auch ab und an durchzusetzen, aber wenn es Probleme gibt habe ich ja auch noch meine Ausbilder, die immer ein offenes Ohr für mich haben.

Weitergeben.

Im Projekt girlsatec habe ich zusätzlich Kolleginnen, Freundinnen und Ansprechpartnerinnen gefunden, die jederzeit einen guten Tipp für mich haben. Wir alle finden uns sehr gut in unseren technischen Ausbildungsberufen zurecht und tragen dazu bei aus dieser „Männerwelt“ eine „Frauen und Männerwelt“ zu machen.

Wohlfühlen.

Mir ist es wichtig, dass sich mehr junge Frauen und Mädchen in technischen und handwerklichen Berufen versuchen. Auch diese Berufe machen so viel Spaß und niemand sollte das verpassen, nur weil wir und immer noch zu sehr von Vorurteilen leiten lassen. Wer sich nicht sicher ist, kann ja auch erst mal für ein paar Wochen ein Praktikum machen, um einen kleinen Einblick in den Beruf zu bekommen. Was am Ende zählt ist, dass man sich selbst mit seiner Entscheidung wohlfühlt.