Nora

Elektronikerin für Betriebstechnik
Nora

Nora (links im Bild, mit Laura-Sophie) macht eine Ausbildung zur Elektronikerin für Betriebstechnik. Nora hat intensiv überlegt, was sie machen möchte, konnte sich aber nicht so recht entscheiden. Letztlich hat die Familie geholfen. Ein persönlicher Kontakt in die Branche hat Nora Einblicke in die Welt der Technik verschafft und so bei der Entscheidungsfindung geholfen. Wie das bei Nora lief, kannst Du hier nachlesen.

Durch Schnuppern zum Beruf

Ich gestehe, rückblickend bin ich nicht sehr stolz auf meine Geschichte. Es war nicht der ideale Weg und ich empfehle auch jedem, es anders zu machen. Wobei ich auch dankbar bin, da ich sonst nie auf den Gedanken gekommen wäre, eine Ausbildung zur Elektronikerin zu machen.

Für mich stand schon seit der 7. Klasse fest, dass die Naturwissenschaften meine Lieblingsfächer sind: sei es Bio, Chemie oder Physik. Ich wusste, egal was ich später einmal mache, es muss auf jeden Fall etwas Naturwissenschaftliches sein. Ich wählte Physik als Wahlpflichtfach und später Bio und Chemie als Leitungskurse.

Als es dann daran ging, sich zu bewerben, zu informieren und zu entscheiden, wusste ich nicht, was ich machen möchte. Ich war mir nicht sicher, ob ich es schaffe zu studieren oder ob eine Ausbildung besser wäre.

Dann kam auch schon die Abi-Zeit angeflogen und ich wusste immer noch nicht, was ich machen möchte. Ich konnte mich nicht entscheiden, hab mich nicht getraut Dinge zu wagen. Meine Eltern hatten schon Sorgen, ob ich überhaupt noch was bekomme. Mein Vater hat daher ein bisschen seine Kontakte spielen lassen. (Jetzt kommt der Teil auf den ich nicht stolz bin und wo ich echt Glück hatte.)

Mein Vater arbeitet als Ingenieur und hatte daher gute Kontakte in der Branche. Ich bekam die Chance, mich ein bisschen umzuschauen. Ich habe das alles als sehr interessant empfunden und mich daher entschieden, mich auf einen noch freien Platz als Elektronikerin zu bewerben.

Und wenig später ging es dann auch schon los. Ende August hatten wir einen Einführungstag. Uns wurde erklärt, wie es ab dem folgendem Montag an ablaufen wird. Es graute mir schon ein wenig davor, morgens um 6:30 Uhr anzufangen. Man hat uns das Gelände gezeigt und unsere Fragen beantwortet. An diesem Tag haben wir auch unsere netten Kollegen kennengelernt und ich war sehr froh, nicht die einzige Frau in meiner Gruppe zu sein.

Ich wusste nicht genau, was am folgenden Montag auf mich zukommt. Daher war ich sehr froh, als sich herausstellte, dass ich nicht die Einzige war, die so empfand.  Wir haben angefangen, uns mit den Grundlagen zu beschäftigen, haben Vieles gelernt und Spaß gehabt, trotz mancher Schwierigkeiten.

Schon kurz nach Beginn der Ausbildung haben wir die Chance erhalten, für einen Monat nach Wales zu fahren und dort Erfahrungen zu sammeln. Es war eine sehr schöne Zeit. Wir haben unser Englisch verbessert und die Kultur und die Menschen dort kennen gelernt. Nach der Heimkehr haben wir erfolgreich eine Englisch-Prüfung abgelegt.

Alles in allem kann ich sagen, dass ich bisher eine sehr schöne Zeit hatte und mich auf das freue, was noch kommt!