Francesca

Mechatronikerin
Francesca

Francesca – Auszubildende zur Mechatronikerin. Mit dieser Ausbildung verfolgt sie ihren großen Wunsch etwas Handwerkliches zu tun. Der Weg ist nicht immer leicht, aber Francesca sieht es als Herausforderung, der sie gewachsen ist.

 

Hallo, ich bin Francesca und bin im zweiten Ausbildungsjahr zur Mechatronikerin. Wieso ich mich für diesen Beruf entschieden habe, möchte ich euch in meinen Erfahrungsbericht erzählen.

Raus aus der Theorie, rein in die Praxis

Ich wollte schon seit ich denken kann Gestalterin für visuelles Marketing werden. Aber vorher wollte ich unbedingt noch mein Abitur machen. Als ich dann in der zehnten Klasse war, bekam ich die Chance an einem Oberstufenzentrum eine schulische Ausbildung zur Produktdesignassistentin zu machen. Ich war begeistert und warf meinen Plan vom Abitur um. Schnell merkte ich aber, dass ich keine Lust mehr an reiner Theorie und daran, die Schulbank zu drücken, hatte. Ich wollte raus aus der Theorie und rein in die Praxis!

Die Ausbildung schmeißen

Auch meine Mama unterstütze mich in der Entscheidung die Ausbildung zu schmeißen und etwas Neues anzufangen. Leider war der Zeitpunkt zu Beginn des Jahres und so hatte ich eine Menge Zeit. Also machte ich einen Eignungstest und ein Praktikum im Fotostudio (es war eine schöne Erfahrung, aber absolut nichts für mich). Nebenbei bewarb ich mich bei etlichen Firmen um eine Ausbildungsstelle zur Gestalterin für visuelles Marketing. Ich merkte jedoch schnell, dass es viel zu viele Mitbewerber und kaum Karrierechancen gibt. Es flatterten viele Absagen ins Haus.

Zu dieser Firma möchte ich

Ein großer Teil meiner Familie machte etwas Handwerkliches und auch ich wollte schon immer etwas in diese Richtung machen. Sei es mit Holz, Metall oder Autos. Ich informierte mich in Jobbörsen und Büchern. Die Auswahl war groß, manchmal auch verwirrend, und fiel mir nicht leicht. Für mich standen die Ausbildungsberufe Metallbauer*in, Industriemechaniker*in, Bootsbauer*in, Tischler*in und Mechatroniker*in zur Auswahl. Ganz besonders interessierte mich jedoch die Ausbildung zum/r Kraftfahrzeug-Mechatroniker *in. Nach zwei Praktika und geschätzt 50 Absagen musste ich auch diesen Plan über Bord werfen und bekam vom Arbeitsamt den Tipp, mich im ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH zu bewerben. Das tat ich und wurde direkt zum Einstellungstest eingeladen. Kurz darauf meldete sich das von mir ausgewählte Verbundunternehmen. Ich machte einen Probetag und wusste, zu dieser Firma möchte ich!

Ich war nie gut in Mathe oder Physik und auch der Elektrotechnikteil machte mir Angst. Schaffe ich die Ausbildung? Werde ich den Lernstoff verstehen? Insgesamt sah ich es jedoch als Herausforderung und was soll ich sagen – ich habe es geschafft!

Spaß und Perspektive in der Ausbildung zur Mechatronikerin

Jetzt stehe ich kurz vor meiner ersten Abschlussprüfung und ich hätte damals keine bessere Entscheidung treffen können. Ich habe jeden Tag Spaß an meiner Arbeit, ich habe super nette Kollegen*innen und lerne täglich neues dazu. Mein Job ist nicht immer einfach, aber wenn man Spaß an Technik hat, sich gern dreckig macht, nicht zimperlich ist und am Ende eines Tages sehen möchte, was man geschafft hat, ist man hier genau richtig!

Ich hatte einen sehr holprigen Weg, aber ich bereue es nicht, diese Herausforderung und den Schritt ins Unbekannte auf mich genommen zu haben.

Ich rate allen, die darüber nachdenken in der beruflichen „Männerwelt“ Fuß zu fassen, es auszuprobieren und sich nicht vom Weg abbringen zu lassen – auch wenn‘s mal steinig wird.