Initiatorin des Projektes ist die ehemalige Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen des Landes Berlin, Dilek Kolat. Aus welchen Gründen die heutige Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, aber auch andere „Persönlichkeiten“ das Projekt unterstützen, stellen wir hier vor.

Dilek Kolat, ehemalige Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen des Landes Berlin

bIMG_5947_Kolat1„Das Land Berlin und ich ganz persönlich unterstützen das Projekt girlsatec. Denn auf der einen Seite brauchen Mädchen und junge Frauen eine bessere Berufsorientierung, die auch die Chancen in solchen Branchen aufweisen, die nicht als frauentypisch gelten. Viele von ihnen haben noch gar keine Kenntnis von den spannenden technischen Berufen oder falsche Vorstellungen. Auf der anderen Seite hat sich der Berliner Senat zum Ziel gesetzt, die Berliner Unternehmen bei ihrer Suche nach qualifiziertem Nachwuchs zu unterstützen. Das Projekt girlsatec leistet einen wesentlichen Beitrag, um den immer noch engen Zusammenhang zwischen Berufswahl und Geschlecht zu entkoppeln.

Lesen Sie die Geschichten der jungen Botschafterinnen, die dem Projekt girlsatec ein Gesicht geben. Sie sind echte Vorbilder und machen Mut, sich für einen technischen Beruf zu entscheiden. Sie helfen anderen Mädchen und jungen Frauen bei der Berufsorientierung. Ich kann nur jede und jeden einladen, ob Schülerin, Elternteil, Unternehmen oder Schulen, sich auf der Plattform dieses Projekts zu informieren.“

Norbert Mensing, Geschäftsführer der AMK Tornado Antriebstechnik GmbH

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„Meiner Meinung nach ist es längst überfällig, das alte (geschlechtsspezifische) Rollenverständnis in der Gesellschaft und im Beruf aufzubrechen. Es gibt keinen Grund, Mädchen und Frauen aus der interessanten Welt der Technik auszuschließen. Ich freue mich sehr, ein wenig in diesem Sinne unterstützen zu können.“

Dr. Heiko Dittmer, Geschäftsführer der KST Kraftwerks- und Spezialteile GmbH

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„Maschinenbau ist nur was für harte Jungs? Das war gestern! Die Zeiten, das Maschinenbau harte körperliche Arbeit bedeutet, sind längst vorbei. Produktion heute heißt: Computergesteuerte Maschinen, interdisziplinäre Aufgaben, anspruchsvolle Bauteile, filigrane Bearbeitung, Detailanspruch, Kreativität.

Es ist an der Zeit, mit traditionellen Berufsvorstellungen zu brechen – moderner Maschinenbau ist zweifelsohne etwas für Frauen. Wir wollen Schülerinnen ermutigen, sich die Berufswelt des Maschinenbaus einmal genau anzusehen. Und wir sind sicher, viele werden feststellen: „Das ist etwas für mich!“ Genau das habe ich bei meiner Tochter erlebt. Wie viele Mädchen war sie gut in Mathe, aber wenig an Technik interessiert. Mangels einer ‚besseren Idee‘ hat sie sich für Wirtschaftsingenieurswesen eingeschrieben und ist das obligatorische Grundpraktikum angegangen. Von einem Tag zum anderen war Begeisterung da. Metallbearbeitung hat sie sofort fasziniert. Und plötzlich waren die Ingenieurswissenschaften genau der richtige Ausbildungsweg.“

Stephanie Ackermann, Ausbildungsberaterin für Metall- und Elektroberufe der IHK Berlin

Ackermann-Stephanie_XING1„In meiner täglichen Arbeit habe ich jeden Tag Einblicke in die faszinierende und vielfältige Welt der Technik. Immer wieder bin ich begeistert, welche Rolle Mädchen und Frauen in dieser „Männerdomäne“ einnehmen. Einen technischen Beruf zu wählen, bedeutet nicht nur wertschöpfend tätig zu sein, sondern auch kreativ und lösungsorientiert arbeiten zu können – Eigenschaften, die Mädchen von Haus aus mitbringen. Dies haben die Unternehmen bereits erkannt und setzen auf die Strategie gemischter Teams.

Ich möchte alle Mädchen und Frauen ermuntern, sich für Technik zu entscheiden und somit die vielfältigen Möglichkeiten zu nutzen, die sich in diesen Branchen ergeben.“

Jannice Kluck, Assistenz der Geschäftsführung, BLACK BOX MUSIC Veranstaltungstechnik GmbH

Jannice-KluckIch hätte mir früher selber nie zugetraut, im technischen Bereich zu arbeiten – hatte im Abitur sogar Physik abgewählt.

Durch eine Reihe von Zufällen bin ich in der Veranstaltungstechnik gelandet und könnte mir heute wiederum nicht mehr vorstellen, etwas anderes zu machen. Es ist mein Wunsch, dass mehr junge Frauen sich trauen, aus vorgegebenen Mustern auszubrechen, und wir gemeinsam die hierfür nötigen Impulse schaffen. Das wünsche ich jungen Männern im Übrigen auch. Die Geschichte funktioniert auch umgekehrt!